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Das braune Netzwerk rund um die Identitäre Bewegung

Die Identitäre Bewegung ist kein solitäres Phänomen, sondern ist mit diversen anderen Gruppierungen auf personeller, ideologischer oder aktionistischer Ebene am rechten Rand verbunden. Die Inszenierungsformen der extrem rechten Gruppierung wurden im neonazistischen, neurechten und muslimfeindlichen Milieu positiv aufgenommen. Rund um die IB besteht ein rechtes Netzwerk, das sich aus einem breiten Spektrum rechtsextremer Strukturen und Organisationen zusammensetzt. Dazu zählen:

  • Studentenverbindungen, insbesondere aus dem rechtsextremen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, der 2013 einen Ariernachweis für seine Mitglieder forderte. Die Räumlichkeiten der Studentenverbindungen und Burschenschaften werden für die Vorbereitung von Aktionen und für Vorträge genutzt. Weiterhin dienen Burschenschaften als ideales Rekrutierungsfeld für die Identitäre Bewegung – viele IB-Mitglieder sind zugleich Mitglieder in rechten Burschenschaften und Verbindungen. In Bochum bestehen Kontakte zur Burschenschaft VDSt-Breslau, die bereits ihre Räumlichkeiten für IB-Treffen zur Verfügung stellte. In Halle sind sämtliche Mitglieder der ansässigen Identitären Mitglied in der Halle-Leobener Burschenschaft Germania. Weitere Kooperationen zwischen Identitären und extrem rechten Burschenschaften bestehen beispielsweise in Leipzig, Bielefeld, Tübingen, Marburg, Hamburg und Magdeburg.

    Jan Scharf (ehem. Bochum) und Melanie Schmitz (ehem. Essen) vor der Fahne der Urburschenschaft

    Elsässer, Sellner und Rhinow zu Gast bei der extrem rechten Burschenschaft in Bielefeld

  • die pro-Bewegungen (pro Deutschland [inzwischen aufgelöst] und pro NRW), mit denen die IB bzw. die Identitäre Aktion z.B. in Berlin (Bärgida-Demonstrationen) und in NRW (Bonn,18.06.2016 unter dem sperrigen Motto: „Gegen ausufernde Jugendgewalt zumeist mit Migrationshintergrund“) Demonstrationen durchführte. Weiterhin zählte das pro NRW-Parteivorstandsmitglied Tony-Xaver Fiedler aus Köln über lange Zeit zur Stammmannschaft der IB Ortsgruppe „Identitäre Rheinland“.

    Pro NRW und IB organisieren eine gemeinsame Demonstration 2016 in Bonn

  • die Pegida-Bewegung in Dresden und andere -gida Demonstrationen (Bogida, Pegida-NRW, Bärgida, Pegida-München) bundesweit, an denen sich die Identitäre Bewegung/Identitäre Aktion zahlreich beteiligte und sich optisch mit Fahnen und Transparenten bemerkbar machte. Bei Pegida in Dresden trat Martin Sellner, Kopf der IB im deutschsprachigen Raum, sogar mehrfach als Redner auf – zuletzt am 28.10.2017. Bei der ersten und bislang einzigen, gescheiterten IB-Demonstration in Berlin trat wiederum Pegida-Gründer Lutz Bachmann als Redner auf. Die enge Kooperation wird auch daran deutlich, dass die Identitäre Bewegung die einzige rechtsextreme Gruppierung ist, die bei Pegida-Demonstrationen ihr Logo präsentieren darf.

    Rechte Eintracht: Pegida München und IB.

    Pegida-Gründer Lutz Bachmann (links) mit IB-Kopf Martin Sellner

    Sellners Video zu seiner Rede, welches mittlerweile wegen „Hassrede“ gelöscht wurde.

  • NPD/Junge Nationaldemokraten (JN), von denen sich die IB offiziell distanziert. Viele bekannte IB-Gesichter stammen jedoch aus der Kaderschmiede bzw. Jugendorganisation (JN) der NPD und wurden dort ideologisch gefestigt, bevor sie zur IB wechselten. Einige von ihnen pflegen noch alte Kontakte und bei Pegida-Demonstrationen hatten Identitäre keine Probleme damit, mit Nazikadern aus NPD und JN gemeinsam zu marschieren. Ideologisch wie inhaltlich gibt es zahlreiche Überschneidungen. Beispielhaft sei die Kampagne der Jugendorganisation der NPD (JN) mit dem kulturrassistischen Slogan „Identität – Werde, wer Du bist“, genannt. Sogar für die Demonstration der Identitären in Berlin 2017 rief die NPD zur Teilnahme auf.

    Ideologisch auf einer Wellenlänge

    NPD und IB gleichen sich stylistisch und inhaltlich an

  • das gewalttätige Netzwerk aus Hooligans, Rockern und Rechtsradikalen HoGeSa, welches am 26.10.2014 zu einer bundesweiten Großdemonstration nach Köln einlud und dort für Ausschreitungen und 49 verletzten Polizist*innen verantwortlich war. Eingeladen und gekommen waren auch Mitglieder der Identitären Bewegung, welche an ihren Bannern und Fahnen zu identifizieren waren. Die Ausschreitungen sorgten bundesweit für Schlagzeilen. Nach internen Streitigkeiten, die sich überwiegend um Geld drehten, löste sich HoGeSa auf. Die Nachfolgeorganisationen, wie der „Bund deutscher Hooligans“ oder „Gemeinsam Stark Deutschland e.v.“ demonstrierten gleichermaßen mit der IB.

    IB-Rheinland kündigt Teilnahme bei HoGeSa an

    Identitäre bei der von Ausschreitungen überschatteten HoGeSa Demonstration in Köln 2014

  • die militante German Defence League, mit denen die IB nicht nur gemeinsam regionale Demonstrationen besuchte (HoGeSa, Pegida, Tag der Patrioten) sondern auch gemeinsam Demonstrationen vorbereitete und eine sogenannte Winterwanderung am 5. Januar 2013 in Rüdesheim am Rhein durchführte. Seit diesem Event existierte dort ein regelmäßiger offener Stammtisch für „Identitäre und Patrioten“, der sich aus beiden Personengruppen zusammensetzte. Die German Defence League Köln beabsichtigte 2014 zu den Identitären zu wechseln.

    IB und GDL demonstrieren gemeinsam im März 2014 in Hannover

    IB und GDL gemeinsam auf Wanderschaft

  • die Alternative für Deutschland (AfD) und ihre Jugendorganisation Junge Alternative (JA), die sowohl unzählige (1, 2, 3, 4, 5, 6) personelle, wie auch ideologische Überschneidungen aufweisen, obwohl ein Unvereinbarkeitsbeschluss in der AfD mit der IB besteht. Andreas Lichert, hessischer AfD-Bundestagskandidat, war für den Kauf des Hauses in Halle verantwortlich, was nun die IB bezogen hat. 2016 kam heraus, dass in Baden-Württemberg die beiden AfD-Kandidaten Stefan Räpple und Moritz Brodbeck (JA) gerade dabei waren, die IB in ihrer Region aufzubauen. Ganz im Sinne der AfD warnt die Identitäre Bewegung vor Überfremdung und Islamisierung, weshalb vor allem die „Patriotische Plattform“ innerhalb der AfD eine „engere Zusammenarbeit zwischen Identitärer Bewegung und AfD“ fordert, da diese Bewegung ebenfalls eine „Alternative für Deutschland“ darstelle. Hans-Thomas-Tillschneider, der bundesweit bei rechtsextremen Burschenschaften Vorträge hält, hat sein Büro im Haus der Identitären in Halle. Nachdem eine Gruppe von Identitären nach einem Discobesuch in Bochum in eine Auseinandersetzung geriet und einen Verletzten zu beklagen hatte, vereinnahmten sowohl die JA NRW als auch die IB NRW das Opfer als ihr Mitglied. Wenig später wurde zurückgerudert und die IB stellte richtig, dass es sich bei dem Verletzten lediglich um ein JA Mitglied gehandelt hätte, welches mit Identitären unterwegs gewesen sei. Mittlerweile sind Identitäre auch als Mitarbeiter bei AfD-Politikern angestellt. Zuletzt wurden von AfD-Hardlinern Stimmen laut, die Zusammenarbeit mit der Identitären Bewegung offiziell zu machen. Wie sich die beiden extrem rechten Strömungen auf der Straße und im Parlament ergänzen sollen, zeigt Dorian Schubert in einem aufschlußreichen Facebook-Kommentar auf.

    Deutliche Worte zur AfD: Straßenkampf und Träume von einem Nazi-Kiez und der Nationalen Revolution bei Schubert und seinen Freunden

    Götz Kubitscheks Antaios Verlag als ideologisches Rückgrat der Identitären

  • Götz Kubitschek und das von ihm geführte Institut für Staatspolitik, sein Antaios Verlag, sowie die von ihm veröffentlichte neurechte Zeitschrift Sezession. Bereits 2012 besuchten Martin Lichtmesz, Autor der Sezession, und Götz Kubitschek den „Convent internationale“ des „Block Identitaire“ in Frankreich und holten sich dort Anleihen für den Aufbau der IB in Deutschland. Die IB wurde aus Sicht des Rechtsextremismusexperten Funke von Beginn an von Kubitschek „publizistisch, logistisch und ideell unterstützt“. Immer wieder werden dort Schulungen für IB-Kader abgehalten, zuletzt die Sommerakademie am 16./17.09.17. Kubitschek gilt als Stichwortgeber für die neuen Rechtsradikalen und sein Institut als ideologischer Think-Tank der IB und der Neuen Rechten allgemein. Weiterhin lässt Kubitschek über seinen Verlag „Antaios“ Bücher von Identitären Kadern wie Martin Sellner („Gelassen in den Widerstand“) oder Mario Müller („Kontrakultur“) verlegen. Zuletzt organisierten Identitäre und Kubitschek einen eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse und versuchten dabei ihre Bücher vorzustellen, was jedoch am Gegenprotest scheiterte.
  • das völkische Milieu, welches mit ihren straff organisierten Jugendorganisationen ein ideales Rekrutierungsfeld für die Identitäre Bewegung darstellt. Die häufig den Jugendorganisationen der Nazis (HJ bzw. BDM) nachempfundenen, teilweise verbotenen Gruppierungen organisieren u.a. Freizeitaktivitäten und Ferienlager. Sie erziehen die Kinder u.a. in Rassenkunde und propagieren die Blutreinheit wieder herzustellen. Brauchtum, Familie und eine militärische Erziehung zur Härte sind weitere Bestandteile der Vermittlung nationalsozialistischer Grundwerte. Jugendliche, die diese Jugendorganisationen durchlaufen haben sind heutzutage oftmals führende Neonazi-Kader, wie die Beispiele Thorsten Heise und Stefan Köster belegen. Kooperationen und personelle Überschneidungen bestehen zwischen Identitären und den völkischen, teilweise verbotenen Organisationen: Heimattreuen Deutsche Jugend (HDJ), Sturmvogel, Ludendorffer, Deutscher Jugendbund und dem Freibund e.V.
  • die Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“, die 1986 von Dieter Stein gegründet wurde. Die Motivation war eine oppositionelle Haltung von rechts der CDU/CSU zu etablieren, die sich neurechte Diskurse einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte. Die JF halt von Beginn an als Diskussionsforum für neurechte Theorien, die auch strategische Fragen debattierten. Deutlich wurde, dass die Zeit völkische und kulturalistische Positionen vertrat, die unter dem Begriff der „Souveränität Deutschlands“ debattiert wurden. Als elitäres Medium kritisierte Stein andere neurechte Organisationen, wie Götz Kubitschek oder auch die AfD. Die Positionen der Identitären Bewegung werden nicht grundsätzlich abgelehnt. Gerade der Anspruch einer elitären Organisation, wie es die IB europaweit versteht, sowie die autoritären und nationalistischen Positionen werden von der JF geteilt. Die JF widmen den Identitären immer wieder umfangreiche Artikel, die im Rahmen der PR-Strategie der IB eine wichtige Rolle spielen. 
  • die ausländerfeindliche Ein-Prozent Initiative, die ein Bündnisprojekt von Jürgen Elsässer (Compact-Magazin), Götz Kubitschek (Institut für Staatspolitik, Sezession, Verlag Antaios), Hans-Thomas-Tillschneider und Karl Albrecht Schachtschneider (beide AfD) ist. Laut eigenen Angaben verfügt Ein-Prozent mittlerweile über 40.000 Unterstützer, habe 166.000 Euro in rechte Projekte geleitet, und erreiche monatlich rund eine halbe Million Menschen online. Der Identitären-Sprecher Martin Sellner trat bei Kampagnen oder Videos der Initiative immer wieder in Erscheinung und ermöglichte damit u.a. die menschenverachtende „Defend Europe“ Kampagne. Weiterhin ist der ehemalige NPD-Kader und jetzige Identitäre Simon Kaupert bei Ein-Prozent beschäftigt. Bereits mehrere Aktionen der Identitären Bewegung wurden durch die „Bürgerinitiative“ finanziell unterstützt. Im Januar 2017 ließ Ein-Prozent der Identitären Bewegung in Österreich nach Medienberichten über 10.000€ an Spendengeldern für anstehende Gerichtskosten zukommen. Bekannte junge Rechtsextreme der IB nahmen immer wieder an Aktionen der ausländerfeindlichen NGO teil (u.a. in Schöngleina, Erstellung von Videos). Weiterhin wird der Blog „laut gedacht“ der IB-Kader Alex „Malenki“ Kleine und Philip Thaler von der Initiative finanziert.

    IB und Ein-Prozent gemeinsam bei Pegida in Dresden

  • das zum neurechten Ideologen Jürgen Elsässer und seinem monatlich erscheinenden Compact Magazin, zu dem führende Köpfe der Identitären wie Martin Sellner oder Robert Timm enge Kontakte unterhalten . Beide Seiten sehen sich als Gemeinschaft im Widerstand gegen eine multikulturelle Gesellschaft und unterstützen sich nach Kräften. Sellner publiziert regelmäßig Artikel in Elsässers rechtem Magazin und wird im Gegenzug als „Sprachrohr der Identitären“ gelobt. Weiterhin trat er als Redner bei einer Compact-Konferenz auf. Bei der diesjährigen Compact-Konferenz am 25. November bekamen mit Martin Sellner und Robert Timm zwei Stellvertreter der IB den Preis „Held des Widerstandes 2017“ verliehen (zusammen mit Pegida-Gründer Lutz Bachmann). Dies sorgte selbst intern für Kritik, da sich dieser Preis, der von Compact und Ein-Prozent verliehen wird, damit quasi intern vergeben wurde.

    Compact kündigt Sellner vor der Konferenz an

    Martin Sellner und Robert Timm (Mitte) nehmen stellvertretend für die IB einen Preis des Compact-Magazins entgegen. Pegida-Initiatoren Siegfried Däbritz (links) und Lutz Bachmann (rechts) wurden ebenfalls ausgezeichnet.

  • zahlreiche internationale Kontakte zu rechten, rechtsextremen und sogar militanten Gruppierungen, die im Folgenden aufgelistet werden.
    • Ähnlich wie in Deutschland enge Verbindungen zur AfD bestehen, sprechen österreichische Medien von einem „Netzwerk der Identitären mit der FPÖ“. Sie seien über Staatsgrenzen hinweg „exzellent“ mit rechtspopulistischen bis rechtsextremen Gruppierungen verbunden.
    • Die Kontakte zwischen der IB Deutschland und der IB Österreich sind seit jeher sehr eng, wobei die IB in Österreich strukturell deutlich weiter ist, als in Deutschland. Über lange Zeit leisteten die österreichischen Rechtsextremen Aufbauhilfe für ihre deutschen Kameraden. Neben regelmäßigen Treffen in Bayern, Halle oder Schnellroda (bei Götz Kubitschek) wurden auch gemeinsam Aktionen durchgeführt (u.a. die Sitzblockade CDU-Parteientrale in Berlin am 21. Dezember 2016). Alina Wychera, die bekannteste Frau in der IB Österreich, absolvierte im November 2015 ein Praktikum beim Antaios Verlag in Schnellroda. Mitte November 2017 fand die von Kubitschek organisierte zweite Herbstakademie im Raum Graz statt.

      Melanie Schmitz (IB Halle) mit Zetazeroalfa-Aufnäher

    • Die in den USA präsente rassistische und antisemitische Alternative-Right Bewegung unterstützt die Identitären Bewegung organisatorisch und finanziell, insbesondere bei der Kampagne Defend Europe, bei der die Rettung Geflüchteter im Mittelmeer behindert werden sollte. Das junge Traumpaar der Neuen Rechten, welches sich aus Martin Sellner und Brittany Pettibone zusammensetzt, zeigt die Verbindungen zwischen europäischen Identitären und US-amerikanischer Alt-Right Bewegung deutlich auf. Die zentrale Figur der Alt-Right in den USA feierte nach Wahl Donald Trump unter „Sieg Heil“ und „Heil Trump“-Rufen den Wahlsieg. Die Entwicklung in den USA zeigt deutlich, wie die Ideologien der Neue Rechten und die des Nationalsozialismus zusammengeführt werden können.

      Deutsche Identitäre zu Besuch in Tschechien

    • Der tschechische Ableger „Generace Identity“ besteht aus altbekannten Nazikadern aus dem militanten Milieu der Dělnická strana (DS), der Tschechischen Arbeiter Partei, welche beste Verbindungen zu NPD aufweist und die 2010 wegen direkter Bezüge auf die NSDAP verboten wurde. Deutsche, sowie österreichische Identitäre unterhalten beste Kontakte dorthin und unterstützten u.a. eine Demonstration in Usti nad Labem am 1. Mai 2016. Die österreichischen Identitären Martin Sellner und Alexander Markovics besuchten ihre tschechischen Kameraden, wobei ein interessantes Gruppenbild mit den tschechischen Rechtsextremisten entstand. Ende Mai reisten IB-Kader aus Halle zur Generace Identity nach Prag, wo u.a. Philip Thaler einen Vortrag hielt.
    • Im Januar 2017 fuhren mehrere Mitglieder der Identitären aus Halle (Philip Thaler, Florian Müller, Mario Müller, Andreas Karsten, Melanie Schmitz, Dorian Schubert) und aus anderen Bundesländern nach Frankreich, um in Paris am 14. Januar an einer Demonstration der Génération Identitaire teilzunehmen.

      Identitäre aus Halle in Paris u.a Thaler, Schubert, Schmitz, Müller

    • Am 21. und 22. April 2017 fand im Hauptquartier der italienischen neofaschistischen Casa Pound in Rom der Kongress „Europa – Comunita di popoli civilta“ statt. Wie Fotos belegen, nahmen neben John Hoewer, Referent für Inneres der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, auch der IB-Kader Philip Thaler an der Konferenz teil. Ideologisch und stylistisch ist die offen faschistische Casa Pound Vorbild für die IB. Immer wieder tragen bekannte Identitäre Klamotten aus dem Umfeld von Casa Pound. Die aus Essen stammende Melanie Schmitz, Mitglied der IB Kontrakultur Halle, zeigte sich im Oktober 2017 mit einem Aufnäher der offiziellen Casa Pound Band Zetazeroalfa auf einem Foto. Philip Thaler, ebenfalls IB-Kader aus Halle, trug in einem Video ein T-Shirt der neonazistischen italienischen Band Bronson, die der Casa Pound ebenfalls nahe steht.

      U.a. Philip Thaler bei der Casa Pound Konferenz 2017. lsa-rechtsaussen.net

    • Am 11. November 2017 hatten sich unter die nationalistischen und rechtsradikalen Demonstranten des alljährlichen „Marsz Niepodległości“ in der polnischen Hauptstadt Warschau auch Identitäre gemischt. Dorian Schubert aus Halle teilte wohlwollend Fotos der rechtextremen Demonstration.
    • Zumindest Mario Müller unterhält seit Jahren intensive Kontakte zu militanten Rechtsextremisten in der Ukraine. In Kiew nahm er 2015 an einem Fackelmarsch zum Gedenken an den Nationalsozialisten Stepan Bandera, sowie an einer neonazistischen Demonstrationen teil, bei der er sich mit vermummten Mitgliedern des militanten AZOV-Bataillons ablichten ließ.

      Mario Müller 2015 zu Besuch bei der militärischen Nazieinheit AZOW in Kiew, die für verschiedene Gräueltaten verantwortlich gemacht wird lsa-rechtsaussen.net

      Mario Müller beim Bandera-Fackelmarsch 2015                              lsa-rechtsaussen.net


Quellen und Referenzen:

Kubitscheks Traum vom Nazikiez

https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-172.pdf

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/identitaere-bewegung-rechtsextremismus-neonazis-mitglieder/seite-2

http://www.belltower.news/artikel/ein-prozent-f%C3%BCr-unser-land-%E2%80%93-ngo-der-neuen-rechten-11046

https://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/september-2016/identitaere-burschen

https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/357/voelkischer-nachwuchs-4878.html

http://www.zeit.de/2017/45/afd-netzwerk-zeitschriften-stiftungen-verlage/seite-2

Elsterfunken Leipzig

http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2017-02/identitaere-bewegung-hamburg-rechtsextremismus

Magdeburg – neues Zentrum für Neonazi-Burschenschafter?!