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Einschätzungen und Aussagen aus der Wissenschaft

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung unterschiedlicher Stimmen aus der Wissenschaft, die ihre Einschätzung zur Identitären Bewegung geben.

 

Bernard Schmid, französischer Journalist, Jurist und Rechtsextremismus-Experte ordnet die französische „Génération Identitaire“ als „rechtsextrem“ ein (2012).


Stefan Glaser, stellvertretender Leiter von jugendschutz.net, einer Jugendschutzeinrichtung der Bundesländer, fand in einer Studie zum Rechtsextremismus heraus, dass die Identitären Rassismus bewusst kaschierten und die Bewegung als „neue rechtsextreme Strömung“ zu bewerten sei (2013).


Alexander Häusler, Forscher mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus an der FH Düsseldorf, verweist auf den rechtsextremen Ursprung der Identitären Bewegung in Frankreich. Die Identitäre Bewegung wolle „den Rassismus modern und hip machen“. Den Identitären gehe es darum, die Jugend mit „nationalistischen und rassistischen Kampagnen“ anzusprechen (2013).


Oliver Marchart, österreichischer Soziologe und Philosph an der Universität Wien, sagt, die Identitäre Bewegung sei die „rechtsextreme Antwort auf postidentitäre soziale Bewegungen“. Sie vertrete xenophobe Vorstellungen, etwa Ethnopluralismus (2013).


Benno Hafeneger, Erziehungswissenschaftler und Rechtsextremismusforscher an der Universität Marburg, verortet die Identitäre Bewegung im „radikal rechten Lager“. Sie stehe „in der kulturkämpferischen Tradition eines Denkens in der Grauzone von Rechtskonservatismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“ (2013).


Volker Weiß, Historiker und freier Publizist, sieht „altbekannte Parolen“. Die identitäre Behauptung, „man habe mit der extremen Rechten nichts gemein“, verwundere (2013).


Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes stuft die identitären Gruppen in Österreich als rechtsextrem und antisemitisch ein. Weiterhin wurden Kontakte zu Neofaschisten im europäischen Ausland, etwa Italien und Ungarn, belegt. Führungskader kämen zum Teil aus dem organisierten Neonazismus. Die Bewegung zeige eine „ausgeprägte Militanz“. Es handle sich um eine „rechtsextreme Jugendorganisation mit vielfältigen faschistischen Anklängen in Theorie, Ästhetik, Rhetorik und Stil“ (2014).


Andreas Speit, Fachjournalist für Rechtsextremismus, beurteilt Ideologie und Tradition der Identitären Bewegung als „rechtsextrem“. Antihumanistische und antidemokratische Vorstellungen der Vergangenheit lebten dort auf. Es gebe „geistige Anleihen bei Carl Schmitt “ (2014).


Jeffrey Wimmer, Sozial- Medien- und Kommunikationswissenschaftler an der Universität Augsburg, sieht bei der IB eine „rechtsextreme Bewegung“ am Werk, die neuere Partizipationsmöglichkeiten für demokratiefeindliche Zwecke nutze (2014).


Gudrun Hentges, Politikwissenschaftlerin an der Universität zu Köln, kam in einer Studie mit anderen Wissenschaftler*innen zu dem Ergebnis, dass sich die Identitären in einem „Spannungsfeld“ zwischen Front National, französischer Nouvelle Droite bzw. deutscher Neuer Rechter und deutschem Neonazismus bewegten (2014).


Toralf Staud, Johannes Radke und Heike Kleffner, Fachjournalist*innen für den Bereich Rechtsextremismus, sehen bei der Identitären Bewegung „klassische islamfeindliche, rassistische und demokratiefeindliche Positionen“. Es handle sich um eine Mischung aus „neu-rechten und rechtsextremen Aktivisten“ (2014).


Michael Sturm, Historiker und Gedenkstättenmitarbeiter, stellt fest, dass die Gruppe eine „überschaubare Anzahl“ von Anhänger*innen habe und auf „historische Topoi und dramaturgische Ausdrucksformen aus dem gesamten Fundus der extremen Rechten“ zurückgreife (2015).


Die Schweizer Informationsplattform rechtsextremismus.ch, die durch Rechtsextremismusexperten betreut wird, beschreibt die „Identitären“ als „eine neue Strömung innerhalb der extremen Rechten“ (2015).