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Chris Ares und Arcadi Musik

Über die „Kulturrevolution“ zur „politischen Wende“

In ihrem „Infokrieg“ ist es das erklärte Ziel der Neuen Rechten, gesellschaftliche Anschlussfähigkeit zu schaffen und ihre Inhalte in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Diskurse sollen mitgeprägt und gesellschaftliche Bereiche wie Kunst und Kultur infiltriert werden. Dafür bemüht die Neue Rechte immer wieder die Theorie des Overton-Fensters, welches quasi den Meinungskorridor einer Gesellschaft abbildet und damit festlegt, was im öffentlichen Diskurs unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Moral akzeptiert wird. Dieses Overton-Fenster möchte die Neue Rechte nach rechts verschieben, um ihre Inhalte von Geschichtsrevisionismus über Rassismus bis hin zur Infragestellung des Holocausts wieder in gesellschaftliche Debatten einbringen zu können. Aus diesem Grund schossen in den letzten Jahren zahlreiche neurechte Medien-, Musik- und Lifestyle-Projekte aus dem Boden, die den vorpolitischen Raum dahingehend beeinflussen sollen. Weil derlei menschenverachtende Inhalte in Deutschland gesellschaftlich aktuell außerhalb des Meinungskorridors liegen und der dies Äußernde mit Widerspruch zu rechnen hat, wähnen sich die Rechten wahlweise in einer „Meinungsdiktatur“. einer „Demokratie-Simulation“ oder einer „Clownwelt“.

Sellner und AfD sprechen von einer „Demokratiesimulation“ sobald sie Widerspruch erfahren.

Das braune Netzwerk um Arcadi

Aus diesen strategischen Vorüberlegungen erschließt sich, warum die Neue Rechte auch in den Musikbereich vordringen will, um dort ihre toxischen Botschaften unter jungen Menschen zu streuen. Um dies zu erreichen müssen die neurechten Rapper auch außerhalb ihrer braunen Filterblase Strahlkraft und Einfluss erzielen.

Dies funktioniert jedoch nur, wenn Musik wie Videos professionell erscheinen und ein möglichst barrierefreier Zugang für neue Zielgruppen erreicht wird. Bei dieser Professionalisierung der extrem rechten Bands und Projekte weist die durchaus vorhandene professionelle Ausrüstung, vom kostspieligen Tonstudio bis zu den Aufnahmegeräten für die Videos, auf finanzstarke Strukturen im Hintergrund hin. Daneben erfordert der Zugang zu neuen, jugendlichen Zielgruppen auch die Nutzung der gängigen, Mainstream-Streamingdienste. Die Platzierung von Veröffentlichungen auf den diversen Plattformen wird üblicherweise von Musikvertrieben für die Musiker*innen übernommen. Sie sorgen dafür, dass Songs bei iTunes, Amazon, Beatport, Spotify, YouTube oder Google Play zu finden und gegen Geld downloadbar sind.

Bereits seit Jahr 2016 pusht Arcadi Christoph Zloch

Auch Zloch versuchte zunächst bei einem der großen digitalen Musikvertriebe wie recordjet, feiyr oder youtunez einen Vertrag zu bekommen. Allerdings lehnten die Musiklabels jedoch allesamt eine Zusammenarbeit ab. Dem identitären Rapper blieb daher nur die Gründung eines eigenen Musikvertriebes im Geflecht neurechter Organisationen und Strukturen übrig. An dieser Stelle kommt ab 2019 Arcadi ins Spiel. Das Netzwerk rund um das neurechte Arcadi-Magazin sowie den dazugehörigen Online-Shop erweiterte sein Tätigkeitsfeld in den Musikbereich und bemüht sich seitdem den identitären Rechtsrap in Deutschland groß zu machen.

Das Arcadi-Magazin und sein Trägerverein Publicatio e.V.

Auch EinProzent verkauft Arcadi

Das neurechte Medienprojekt Arcadi arbeitet an den Schnittstellen zwischen AfD, Identitärer Bewegung, völkisch-nationalen Burschenschaften und den neurechten Think-Tanks des Instituts für Staatspolitik in Schnellroda sowie Ein Prozent für unser Land. Ziel ist eine zunehmende Vernetzung sowie die Schaffung von Synergie-Effekten zwischen den einzelnen Organisationen zu erzeugen. In diesem Netzwerk und seiner Ausweitung ist die Bedeutung von Arcadi in den vergangenen Jahren durchaus gestiegen.

Zu Beginn erschien Arcadi ab 2016 zunächst als Online-Magazin bevor das Arcadi-Magazin ab Oktober 2017 auch als gedruckte Version verkauft wurde.[1] Im Jahr 2018 hatte das Magazin eine Auflage von 1000 Exemplaren. Das extrem rechte Netzwerk rund um Arcadi wird deutlich, wenn man sich die Werbungsanzeigen im Magazin betrachtet Von neurechten Verlagen wie Jungeuropa, Renovamen und Antaios über die Online-Shops der Identitären Bewegung und Anzeigen zur Akquise von Füxen durch die Berliner Burschenschaft Gothia bis hin zu den eindeutig neonazistischen Versandhandeln Greifvogel Wear und Sonnenkreuz wird dort Propagandamaterial, Kleidung und Literatur für die Leser*innen angepriesen.

Die Bedeutung dieses Netzwerkes wird anhand von Erkenntnissen des Recherchenetzwerks Correctiv.Ruhr im August 2019 deutlich. Es deckt mögliche Geldspenden auf, die über Arcadi und seinen Trägerverein Publicatio e.V. von der AfD an die Identitären Bewegung geflossen sein sollen. Deutlich wird in der umfangreichen Recherche zudem, wie eng Identitäre und AfD trotz Unvereinbarkeitsbeschluss zusammenarbeiten.[2]

Wir konnten zudem eine ganze Liste Identitärer zusammenstellen die bei der AfD in NRW aktiv waren bzw. sind. Insbesondere im AfD-Nachwuchs der Jungen Alternativen NRW versucht aktuell der Identitäre und AfD-Politiker Nils Hartwig seine alten IB-Kameraden zu sammeln und zu aktivieren.

Quasi als Gegenentwurf zu Magazinen wie Neon und Bento, die als Format für junge Leute von Spiegel und Stern herausgegeben werden, will sich Arcadi für junge Neurechte und das Umfeld der Identitären Bewegung als hippes Hochglanzmagazin etablieren. Es wird dabei versucht, die ganze Bandbreite der Lebenswelt rechter Jugendlicher abzubilden und Begriffe der Neuen Rechten zu setzen, um so ein geschlossene neurechte subkulturelle Erlebniswelt für junge Menschen zu schaffen.[3]

Yannick Noé im JA-Hemd vor seinem Arcadi Roll Up

Hinter Arcadi steht der Verein Publicatio e.V., der aus einem bundesweiten Netzwerk junger neurechter AfDler heraus in Leverkusen gegründet wurde. Laut Recherchen des Antifaschistischen Infoblatts fand die Gründungsversammlung des Publicatio e.V. am 6. August 2016 bei Yannik Noé statt, der bis heute die zentrale Figur des Netzwerks um Arcadi darstellt. Der Verein hat seinen Sitz in der Leinewebertraße 42 in Leverkusen. Die weiteren anwesenden Gründungsmitglieder waren Holger Noé, Inhaber der Firma Media Solutions aus Leverkusen, der gewählte Schatzmeister Reimond Hoffmann sowie die beiden Rechnungsprüfer André Ufer und Dominik Amann. Maximilian „Max“ Schmitz wurde stellvertretender Vorsitzender und Protokollant, während die Versammlung von Zacharias Schalley geleitet wurde.

Als Keimzelle von Publicatio e.V. respektive Arcadi ist somit die extrem rechte Düsseldorfer Burschenschaft AHB! Rhenania Salingia zu identifizieren. Ihr gehören Yannik Noé, Maximilian Schmitz und auch Zacharias Schalley an. Auch bei dem später gegründeten Arcadi-Magazin spielen diese drei Burschenschafter eine zentrale Rolle. Allen Beteiligten ist eine extrem rechte Weltanschauung gemein, die sich in ihrer Nähe zum Flügel der AfD sowie zur Identitären Bewegung ausdrückt. Mitte November referierte der Flügel-nahe AfD-NRW MdL Thomas Röckemann bei der extrem rechten Burschenschaft.

Schallay lauscht den Worten des AfD-Politikers Röckemann

Arcadis Briefkasten in Dresden

In der Königsstraße 5, Dresden

Die extrem rechte Burschenschaft „Rhenania Salingia“ ist zugleich Keimzelle des Arcadi-Magazins, baute lokale AfD-Strukturen mit auf und gehört wenig überasschend dem Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ an, dessen Sprecher Philip Stein zugleich eine zentrale Figur der neurechten Szene ist (u.a. bei EinProzent).Während das Impressum des Arcadi Magazins 2019 noch auf Nikolai Bünker bzw. Max Schmitz und die Adresse über den Anonymisierungsdienst Autoren-Service aus Fulda läuft, wechselte dieses im März 2020 auf eine gewisse Helene E. aus Hüllhorst bei Lübbecke. E. agiert wahrscheinlich als Strohfrau für Arcadi, denn auch die neue Adresse in der Königstraße 5 in Dresden ist lediglich eine Briefkastenfirma, die vom Dienstleister Dussmann als „Büroservice“ für rund 100 Euro im Monat betreut wird. Mittlerweile distanziert sich E. und spricht von einem Gefallen, dem sie einem jungen AfD-Politiker tun wollte, wie der Recherche von Jan Petter in Bento zu entnehmen ist.

Während der Änderung im Impressum gründet Arcadi eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die neue Arcadi Media UG soll vor allem den Musikvertrieb professionalisieren, wurde am 13. Dezember 2019 im Handelsregister in Dresden eingetragen und hat als Gegenstand den Vertrieb von digitalen Medien und Verlagsleistungen. Am 4. März 2020 wurde eine Neueintragung vorgenommen.

AfD-Politiker Dubravko Mandic steht der IB und dem Arcadi-Magazin sehr nah

Arcadi Musik und die Expansion in das Handlungsfeld „Musik“

Arcadi selbstgefällig

Die Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerk um Arcadi sowie den Publicatio e.V. und dem identitären Rechtsrocker Christoph Aljoscha Zloch aka Chris Ares begann im Laufe des Jahres 2019. Vermutlich entstand die Kooperation im Zusammenhang mit einem Interview des Arcadi-Magazins mit Chris Ares im Frühjahr 2019. Aus diesem Interview entwickelte sich die Titelstory der Arcadi-Ausgabe 01/2019, auf dessen Cover Christoph Zloch prominent zu sehen ist und das ein ausführliches Porträt von ihm enthält. Im Sommer 2019 war Arcadi bereits an der Gründung des Projektes Neuer Deutscher Standard (NDS) von Chris Ares und dem Weseler Identitären Kai Alexander Naggert aka Prototyp beteiligt.

Arcadi-Shop

Für die identitären Rechtsrapper von NDS übernimmt Arcadi den Verkauf von Merchandise-Artikeln, die Organisation von Konzerten, den Vertrieb der CDs und die Platzierung in unterschiedlichen Charts. Maßgeblich beteiligt sind daran die beiden neurechten Strukturen von Ein Prozent für unser Land und vor allem der Arcadi Media UG. Im Oktober 2019 erstellte Arcadi für den Bereich Musik eigens den Telegram-Kanal Arcadi Musik, auf dem sie sich als „DER heimatverbundene Musik- und Kunstverlag für Deutschland“ darstellen. Chris Ares und Prototyp seien die ersten beiden unter Vertrag stehenden Künstler. Seitdem wird über den Kanal Werbung für NDS-Merchandise, das Arcadi-Magazin und die die Rap-Lieder von NDS gemacht. Die offensichtlich finanzielle Unterstützung seitens Arcadi wollte Zloch gegenüber dem Bayerischen Rundfunks/Puls nicht bestätigen.

 

 

Die Akteure hinter dem Publicatio e.V. und Arcadi

Noé im Bundestag bei der AfD-Konferenz „freier Medien“

Der Vorsitzende des Publicatio e.V. sowie Gründer, Herausgeber und Chefredakteur des Arcadi-Magazins, der Leverkusener Rammstein-Fan Yannik Noé, versteht sich als Wegbereiter einer rechten „Kontrakultur“ und möchte mit seinem Magazin die „linke kulturelle Hegemonie durchbrechen“. 2012 absolvierte Noé sein Abitur am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen. Nach Eigenangaben betreibt er seit seinem 18. Lebensjahr Politik und ist seitdem Mitglied der AfD. Noé betätigte sich auch als Autor des neurechten Jugendmagazins „Blaue Narzisse“, die bis Felix Menzel herausgegeben wurde und seitdem nur noch als Internetmagazin bestand hat.

Ate Bekannte: Noé & Schmitz

Er ist seit mehreren Jahren Sprecher sowie Kreisvorsitzender des AfD-Kreisverbandes Leverkusen. Bereits 2015 bekleidete Noé das Amt des stellvertretenden Sprechers der AfD-Leverkusen und gründete unter anderem mit seinem Bundesbruder Maximilian Schmitz Anfang 2015 an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf die erste AfD-Hochschulgruppe in NRW.[4]

Bereits diese rechte Struktur nutzte die Räumlichkeiten der „Rhenanen“ in der Reichsstraße 21 als Organisationsort, wie Düsseldorf-Rechtsaußen bereits 2016 berichtete.

 

AfD Hochschulgruppe „Campus Alternative“ Düsseldorf 2015: Max Schmitz, Yannik Noé, David Christopher Eckert, Jonathan Steffens

Am 22. Februar 2015 hielt die „Junge Alternative NRW“ (JA) ihren zweiten Landeskongress im Kolpinghaus in Bochum-Wattenscheid ab, bei der Noé als Beisitzer in den JA-Landesvorstand gewählt wurde.

Zur Bundestagswahl 2017 lobte Noé den damaligen vierten Kölner Direktkandidaten Günter „Gunnar“ Witzmann mit den Worten: „Auch wir aus Leverkusen unterstützen unseren gemeinsamen Kandidaten zu 100 Prozent.“ Derselbe Witzman forderte im Jahr 2016 als Reaktion auf den Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz: „Sie haben uns den Krieg erklärt. Wir werden sie töten müssen.“

Am 14. Juli 2018 referierte Noé auf Einladung der JA-Bayern beim Konservatismus-Kongress in Prichsenstadt. Neben ihm sprachen dort Marc Jongen, Felix Menzel und Andreas Kalbitz, wie Endstation Rechts Bayern berichtete.

Noé mit Kalbitz in Prichsenstadt (Foto: Endstation Rechts)

Im Frühjahr 2019 zog Noé dann einen ganz dicken Fisch an Land: Er bekam von der AfD den Auftrag ein bundesweites, regelmäßig erscheinendes Magazin für den AfD-Nachwuchs zu erstellen. In dieser Zeit verpasste sich die „Junge Alternative“ (JA) ein neues Image samt neuem Logo und startete eine Medienoffensive. Seitdem ist Noé neben seinen zahlreichen anderen Ämtern noch Chefredakteur von Patria, dem offiziellen Magazin der Jungen Alternative. Dabei nutzt er das AfD-Magazin um Werbeanzeigen seiner eigenen Projekte, u.a. das Arcadi-Magazin sowie den Arcadi-Verlag mit Online-Shop, zu platzieren.

Daneben betreut und bestückt Noé mit seiner Arcadi Media UG auch den Online-Shop der Jungen Alternative. Dort findet man neben Bismarck-Tassen auch ein Buch des IB-Vordenkers Dominique Venner, der viele Jahre in militanten und rechtsterroristischen Vereinigungen in Frankreich aktiv war.

Der JA-Shop bietet auch Rechtsterroristen eine Plattform

Am 27. April 2019 referierte Noé auf Einladung des stellvertretenden Landessprechers der AfD-NRW Matthias Helferich bei der Jungen Alternative Arnsberg über patriotische Medienpolitik.

Im Juni 2020 freute er sich in seiner Funktion als Sprecher der AfD-Leverkusen über den Antritt des ehemaligen Bayer-Chef-Justiziars Dr. Roland Hartwig als OB-Kandidaten der AfD Leverkusen: „Mit dem Wahlantritt werden wir in Leverkusen erstmalig in den Stadtrat einziehen und uns langfristig etablieren.“

Nils Hartwig 2016 bei einer IB-Verteilaktion von CS-Gas in Paderborn

Hartwigs Neffe ist Nils Hartwig, der ebenfalls an der Schnittstelle von völkisch nationalen Burschenschaften, der Identitären Bewegung und der AfD aktiv ist. Er ist Mitglied der der extrem rechten Burschenschaft Normannia-Nibelungen aus Bielefeld, war jahrelang in der Identitären Bewegung NRW aktiv und wurde dann trotz Unvereinbarkeitsbeschluss vollwertiges Mitglied der AfD. Mittlerweile ist Nils Hartwig Beisitzer im AfD-Kreisverband Unna, JA-Vorsitzender im Bezirk Arnsberg und arbeitet für die AfD-Fraktion des Landtags NRW, wo der Antidemokrat ironischerweise in der Enquetekommission „Zur Stärkung der Demokratie“ tätig ist.[5]

Noé steht ebenfalls auf der Gehaltsliste der AfD NRW. Er ist Mitarbeiter des parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Landtagsfraktion Andreas Keith. Beide kennen sich durch die Zusammenarbeit in Leverkusen. Keith wurde 2017 zu einer Geldstrafe veruteilt, da er eine nichtangemeldete AfD-Demonstration durch Bochum organisiert hatte.

Als weitere wichtige Person aus Noés Umfeld ist der Leverkusener Lungenarzt Dr. Manfred Thönes zu nennen, der hinter Noé erster stellvertretender Sprecher der AfD-Leverkusen ist. Wie aus AfD-internen Kreise zu hören ist, fungierte er möglicherweise als Geldgeber für Noé und Arcadi in den Anfangsjahren.

Das Trollnetzwerk macht keinen Hehl aus seiner Verehrung des Nationalsozialismu

Neben seiner Tätigkeit bei der AfD-NRW ist Noé auch in zahlreiche andere neurechte Strukturen eingebunden. So fanden die Journalist*innen des ARD-Faktenfinders heraus, dass Noé auch im rechten Troll-Netzwerk Reconquista Germanica als „VIP der Heeresgruppe West“ angemeldet war. Dieses digitale Netzwerk bezog sich inhaltlich wie symbolisch immer wieder positiv auf den Nationalsozialismus und ist für rechte Shitstorms und Hatespeech im Internet verantwortlich.

Die antifaschistische InitiativeKöln gegen Rechts und die Antifaschistische Aktion Leverkusen fanden 2017 heraus, dass Noé und sein Publicatio e.V. für den 14. Juli ein Arcadi-Sommerfest auf dem Schloss Morsbroich organisiert hatten. Hätten die Organisatoren dieses Fest nicht aufgrund von Protesten abgesagt, so wäre die Veranstaltung ein Meet and Greet -Event zwischen AfD NRW und der Identitären Bewegung geworden. Als Referenten waren unter anderem der noch bis 2013 in Neonazikreisen organisierte, mehrfach vorbestrafte IB-Kader Mario Müller und sogar der Kopf der Identitären Bewegung in Europa Martin Sellner vorgesehen. Zudem sollten diverse IB-Projekte vorgestellt werden.

Im September 2017 organisierte Noé mit Arcadi ein klandestines Chris Ares-Konzert für die Identitäre Bewegung NRW im Rahmen des Arcadi-Festes und eröffnet damit das Agitationsfeld Musik für die Neue Rechte offiziell. Im Interview mit Martin Sellner (s.u.) sagte er dazu: „Wir hatten ja auf dem Arcadi Fest auch musikalische Beiträge, von Chris Ares, das heißt wir haben hier in dem Bereich Konzert, Musik einen Bereich, noch ein Feld, was noch gar nicht wirklich bearbeitet ist.“

Dubravko kommentiert bereits 2017 wohlwollend das von Arcadi veranstaltete Chris Ares-Konzert für die IB in Leverkusen. Neben Noé und Zloch/Ares im Vordergrund sind die IB-Kader Melanie Schmitz, Alexander Lehmann (mit White Power Zeichen), Marco Müller und Bastian Hans als Fans zu erkennen

 

Um seine Unterstützung für die IB noch einmal zu untermauern, gab er im Oktober 2017 IB-Chef Martin Sellner ein ausführliches Interview, in dem Sellner ihn als „Metapolitiker“ adelte. In diesem Interview kündigte Noé auch sein neuestes Projekt namens Kronos TV an. Geplant war eine Video-Plattform für die neurechte Szene, die jedoch nie umgesetzt wurde. In diesem Interview benennt Noé zudem seine politischen Ziele ganz klar: „Kulturrevolution“ und „Politische Wende“. Der hassverzerrte Sellner heizt die von der AfD angekündigte „Jagdstimmung“ weiter an und würde sich über Hunderttausende Abchiebungen freuen. Noé stimmt ihm freudig zu.

Vom 3. Bis 5. August 2018 fand die JA-Akademie im sächsischen Papstdorf statt, wo neben Yannick Noé auch die rechten AfD-Hardliner Jens Maier, Andreas Kalbitz und Felix Menzel referierten.

Screenshot: https://twitter.com/exilsaxe/status/1047421935225901056

Ebenfalls in Papstdorf fand vom 3. bis 5. Mai 2019 ein rechtes Wander- und Seminarwochenende für den Nachwuchs der Neuen Rechten statt, dass von Noé und Arcadi organisiert wurde. Als Gäste lud Arcadi den AfD-Bundestagsabgeordneten  Jan Nolte sowie Philip Stein, Verleger beim extrem rechten Jungeuropa-Verlag, Leiter des Vereins Ein Prozent für unser Land und Pressesprecher der Deutschen Burschenschaft, ein.[6]

Auch 2018 wurde ein Arcadi-Fest organisiert bei dem die Identitäre Melanie Schmitz mit Gitarre auftrat und das faschistische Lied „Avanti Ragazzi die Buda“ spielte, das bei den extrem rechten Ultras von Lazio Rom während des Singens standardmäßig mit dem Hitlergruß ergänzt wird.

Diese Kontakte, Treffen und Events stehen beispielhaft für die Arbeit und die bundesweite Vernetzung Noés. Er spielt innerhalb der Neuen Rechten den medialen Netzwerker und agiert als Strippenzieher im „Infokrieg“ zwischen AfD, IB und politischem Vorfeld.

Maximilian Schmitz beim „pauken“. Die Rhenania-Salingia ist eine pflichtschlagende Verbindung

Maximilian Max Schmitz stand lange Zeit im Impressum des Arcadi-Magazins.[7] Der 24-jährige Student der Geschichtswissenschaften ist seit vielen Jahren in rechten Kreisen aktiv und stammt aus Leverkusen. Nachdem er im März 2012 gemeinsam mit Noé sein Abitur am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen absolvierte, zog er nach Düsseldorf um dort sein Studium aufzunehmen. Bereits am 9. Januar 2015 gründete er gemeinsam mit Noé, David Eckert und Jonathan Steffens die erste AfD-Hochschulgruppe in NRW an der HHU Düsseldorf. Im September 2017 suchte er einen Mitbewohner bei WG-Gesucht.de. Allerdings nicht für sich privat, sondern für die extrem rechte Düsseldorfer Burschenschaft Rhenania-Salingia in der Reichsstraße 21, bei der er Mitglied ist. Jährlich besucht er den Burschentag. Dieser ist eine völkisch-nationalistischen Sammlung des extrem rechten Dachverbandes Deutsche Burschenschaft, der auch die Rhenania-Salinigia angehört. Neben und durch seine jahrelangen Aktivitäten als Burschenschafter wuchs er zunehmend in das neurechte Netzwerk hinein, knüpfte Verbindungen zu anderen rechten Burschenschaften und zur AfD. Zusammen mit Noé und Zacharias Schalley baute er Arcadi mit auf und schrieb auch selbst für das Magazin.

Schalley und seine Netzwerke in die AfD: Helferich, Vriesen, Hartwig, Cassel, Kneller

Zacharias Zachi Kornelius Martin Schalley ist nicht nur Mitbegründer des Publicatio e.V.. sondern unter dem Pseudonym Kornelius Szalay auch regelmäßiger Autor im Arcadi Magazin. Er ist wie Noé aktives Mitglied in der AfD, Burschenschafter in der Rhenania-Salingia und unterhält darüber ein Netzwerk in neurechte und burschenschaftliche Kreise. Als persönlicher Referent des extrem rechten AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christian Blex steht er ebenfalls auf der Gehaltsliste der AfD-NRW.

Als unter der Leitung von Blex Anfang März 2018 eine Delegation von AfD-Politikern aus dem nordrhein-westfälischen Landtag und dem Bundestag nach Syrien reist, steht Schalley unter „Zacharias.Schalley@landtag.nrw.de“ für Presseanfragen zur Verfügung. Die Reise hatte zum Ziel, Syrien als herkunftssicheres Land zu markieren und diente auch dazu, sich mit führenden Köpfen aus dem Lager von Assad zu treffen.

Am 1. August 2019 gründet Schalley mit weiteren AfD-Mitgliedern den Stadtverband Meerbusch, als dessen Sprecher er seitdem fungiert. Zuvor war er bereits 2016 stellvertretender Vorsitzender der durch Noé und Schmitz gegründeten AfD-Hochschulgruppe Campus Alternative an der HHU in Düsseldorf sowie Vorsitzender der Jungen Alternative Neuss (BV Düsseldorf) und Beisitzer im Vorstand der JA-NRW.

 

Männerbund nach geschlagener Mensur: Schalley (mitte), Schmitz (rechts)

Nachdem er 2011 sein Abitur am Uerdinger Gymnasium Fabritianum absolviert hatte, zog er später in das Haus der Burschenschaft Rhenania Salingia in Düsseldorf, wo er an der Heinrich-Heine-Universität Politik- und Geschichtswissenschaften studierte.

2016 und 2017 trat er an der Heinrich-Heine-Universität unter anderem mit David Eckert, Noé und Schmitz bei den Wahlen zum Studierendenparlament an, landete dort aber noch hinter seinen beiden Kameraden auf dem letzten Platz der Liste der Campus Alternative.

Impressum des „Düsseldorfer Boten“

Kurz vor Weihnachten 2016 kündigt Schalley nach Gründung der JA-Neuss und seiner Wahl als Vorsitzendem an: „Wir wollen Politik für Deutschland machen und zwar nur für Deutschland”.

2017 bringt er gemeinsam mit dem damaligen stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Unna Holger W. Sitter den Düsseldorfer Boten heraus. Die Postille ist das Sprachrohr der beiden AfD-Rechtsaußen in NRW Blex und Röckemann.

Schalleys Agenda

Innerhalb der JA-NRW ist Schalley aktuell Leiter des Arbeitskreises Umwelt und Klima. Parallel dazu ist er Mitglied im AfD-Landesfachausschuss für Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz. Mit diesem Thema versucht sich Schalley seit einiger Zeit innerhalb der AfD zu profilieren. Bei seinen Versuchen Umwelt- und Tierschutz als rechtes, konservatives Thema zu vereinnahmen, gelangt er qualitativ jedoch nicht über das von der NPD bekannte „Umweltschutz ist Heimatschutz“ hinaus. So verknüpft er über eine Kachel mit dem Titel „Invasive Arten bekämpfen“ auf rassistische Weise gesellschaftliche mit ökologischen Veränderungen, die durch die „Globalisierung“ einhergingen.

Schalley schlägt die Brücke von invasiven Arten zum „afrikanischen Ausbreitungstyp“ (Höcke)

Werbung für Fritzfeed

Im April 2019 bewirbt sich Schalley bei der rechte Buzzfeed-Kopie Fritzfeed/Flinkfeed, für die er wahrscheinlich mehrfach Texte zum Thema Umwelt und Klima beisteuerte. Nachdem die Journalisten Jan Petter und Daniel Laufer Ende April aufdeckten, dass dieses Portal durch die AfD-NRW finanziert wird und Identitäre darin involviert sind, unterlässt Schalley weitere Verweise in diesem MediumAfD-Nachwuchs mit burschenschaftichem Hintergrund wie auch Jonas Vriesen, Felix Alexander Cassel, Nils Hartwig, Maximilian Kneller, Tino Perlick oder Christian Schäler.Wie das Rechercheportal Korpokritk herausfand, hielt „Bundesbruder Zacharias“ am 10. Juli 2019 einen Vortrag über „Die Südtirolfrage“ im Haus der Rhenania Salingia. Selbstredend ging es darum, Südtirol als Teil von Deutschland zu proklamieren.

Am 10. März 2020 referierte Schalley beim AfD-Kreisverband Rhein-Erft über die „Professionalisierung des Kommunalwahlkampfes“.

Seit Mai 2020 schreibt Schalley zudem für die neue neurechte Zeitschrift Die Kehre. Diese soll die für die Rechte bestehende, inhaltliche Lücke zum Thema Naturschutz schließen. Chefredakteur ist der Bremer Identitäre Jonas Schick, der auch als Autor bei der neurechten Sezession aktiv ist.

Schalley macht Werbung für das vom Identitären Jonas Schick herausgegebene Magazin „Die Kehre“, für das er auch selbst schreibt

 

Die Campus Alternative 2016, Vorschule für politische Aktive am rechten Rand: Zacharias Schalley, Andre Ufer, Marco Meusen, David Eckert, Nicolai Boudaghi

Hoffmann beim Kyffhäusertreffen 2018 als Repräsentant Baden-Württembergs

Reimond Hoffmann ist Stadtrat der AfD in Rottweil. Er ist als Arcadi-Autor aktiv und fungiert zusammen mit Yannik Noé auch als Strippenzieher im Hintergrund. Selbst innerhalb der AfD gilt Hoffmann als Rechtsaußen

Im Januar 2019 wurde der damalige JA-Vize-Landeschef Hoffmann vom Vorsitzenden der AfD-Baden-Württemberg aufgefordert, die Partei wegen seiner Nähe zur Identitären Bewegung zu verlassen. Unter anderem wegen Personen wie Hoffmann wird die JA-Baden-Württemberg vom Verfassungsschutz beobachtet.

Wie Thüringen Rechtsaußen berichtet hat, ist Hoffmann Burschenschafter der extrem rechten Saxo-Silesia, war bis 2016 Finanzreferent der AfD-Thüringen und Mitarbeiter der AfD-Bundesgeschäftsstelle.

Für Hoffmann ist der Faschismus ist etwas viel Besseres

Bei einem Aufmarsch der AfD am 16. September 2016 war Hoffmann nicht nur als Ordner eingesetzt, sondern suchte die Nähe zum Neonazi Philipp Miene.

Hoffmann und u.a Mandic mit der Fahne der Uburschenschft beim Wartburgfest im Oktober 2017

2016 wurde Hoffmann als Stellvertreter für den mit ihm befreundeten JA-Bundesvorsitzenden Markus Frohnmaier gewählt.

Hoffmann war zudem persönlicher Referent des AfD-Abgeordneten Rainer Podeswa im Stuttgarter Landtag.

2018 verlor er die Wahl um den JA-Vorsitz. Aus der AfD-Jugend trat Hoffmann anschließend aus, um seinem Ausschluss zuvor zu kommen. Mittlerweile sitzt Hoffmann für die AfD im Kreistag von Rottweil.

Hoffmann und Höcke

Referent Ufer bei der CA-Düsseldorf

Andre Ufer ist zurzeit Beisitzer des JA-Verbandes Dresden. Bevor es ihn die die „Hauptstadt des Widerstandes“ zog, war er um 2016 Mitglied der Campus Alternative in Düsseldorf,  2016 Bezirksvorstand der AfD-Düsseldorf und 2017 Vorsitzender der AfD-Mülheim. Im Juli 2016 war Andre Ufer Referent der Campus Alternative in Düsseldorf. Am 24.03.2018 trat er als Redner bei einer JA-Demonstration in Dresden auf. Am 14.04.2018 besucht er den Kongress des neurechten Institut für Staatspolitik in Magdeburg.

Ufer auf dem Weg zum IfS-Kongress (Presservice Rathenow)

Dominik Amann war bis 2018 stellvertretender Sprecher AfD Leverkusen.

Neben den Mitbegründern und dem engeren Kreis von Arcadi geben auch die Autoren einen guten Überblick über die Ausrichtung des Magazins und die dahinterstehenden Netzwerke. So schrieben zahlreiche bekannte IB-Kader für Arcadi:

 

Simon Kaupert, der noch 2015 an einem Pfingstlager der NPD-Jugendorganisation in Lützellinden teilgenommen hat, organisierte zunächst den Würzburger Pegida-Ableger WÜGIDA, bevor er sich als Kader der Identitären Bewegung am Hausprojekt in Halle beteiligte und zugleich als Mediengestalter bei Mosaik-Kommunikation und EinProzent arbeitete. Aktuell baut er ein mehrköpfiges Medienteam für EinProzent in Dresden und Stutttgart auf, um identitäre Youtuberinnen zu promoten oder Imagevideos für die rechte „Gewerkschaft“ Zentrum Automobile und die Corona-Verschöwungsdemos in Stuttgart zu drehen.

Auch Kaupert hat der Verschwörungswahn erfasst

Christoph Zloch aka Chris Ares, der das Bündnis Deutscher Patrioten gegründet hat und derzeit als identitärer Rapper versucht, Jugendliche zu erreichen, kündigte auch an für Arcadi zu schreiben. Dazu scheint er jedoch wenig geeignet. Arcadi ist jedoch eines seiner Sprachrohre und widmete Zloch zahlreiche Artikel. Arcadi Musik ist zudem Zlochs Label, was ihn finanziell und infrastrukturell unterstützt. Mehr in unserer Recherche 1, 2.

Alexander Markovics, der 2012 Mitbegründer der IB in Österreich war seither in der extremen Rechten aktiv ist und gute Kontakte zur autoritären, rechten Politclique um Vladimir Putin pflegt, war ebenfalls Autor für Arcadi. Bis 2019 veröffentlichte er dort 12 Artikel.

Einen Gastbeitrag bekommt auch die aus Italien stammende neofaschistische Gruppierung Casa Pound, das Vorbild der Identitären.

Wenig überraschend gehört auch der für die neurechte Blaue Narzisse schreibende Maximilian Kneller, Mitglied der AfD Bielefeld, zum Autorenkreis von Arcadi. Er wünschte im Jahr 2015 einer Bochumer FDPlerin, die gegen die AfD demonstriert hatte, eine Vergewaltigung, weshalb gegen ihn ermittelt wurde. Mittlerweile ist er hauptberuflich als Referent der AfD-Landtagsfraktion NRW tätig und schreibt regelmäßig für das neurechte Magazin „Krautzone“. Beispielhaft für die vernetzende Funktion von Arcadi steht das Youtube-Video „Ist die AfD noch zu retten?“, bei dem der identitäre Österreicher Roman Möseneder und die NRW-AfDler Kneller und Noé über die Zukunft der AfD fachsimpeln. Die Recherche Ostwestfalen veröffentlichte zu Kneller einen aufschlussreichen Bericht unter dem Titel: Antifeminist und Nationalist.

Der Verfassungsschutz beobachtet das Arcadi-Umfeld seit 2018 und ordnet dieses klar als IB-nah und extrem rechts ein:

„Arcadi positioniert sich als auf Jugendliche und junge Erwachsene als Zielgruppe ausgerichtetes Lifestyle-Magazin. Tatsächlich transportiert es überwiegend ideologische Themenfelder der Neuen Rechten. ArcadiI ist primär darauf ausgerichtet, die IB zu unterstützen, indem es den rechtsextremistischen Akteuren eine Bühne gibt und werbend über deren Aktivitäten berichtet. Insofern wird Publicatio e.V. zum unmittelbaren Umfeld der IB in Nordrhein-Westfalen gezählt.“ (Verfassungsschutzbericht NRW 2018)

Arcadi-Livestream im April 2020 mit den Identitären Alexander Schleyer und Kai „Prototyp“ Naggert

„Die IBD sucht weiterhin die Nähe zum Milieu der Burschenschaften und dem publizistischen Umfeld der Neuen Rechten. Eine Schnittmenge bildet hierbei das Arcadi-Magazin. In der ersten Ausgabe des Jahres 2019 erhält der Rapper Chris Ares aus dem Umfeld der IBD mit Titelbild und Beitrag die Gelegenheit, sich positiv zu inszenieren. Darüber hinaus bietet die Zeitschrift zwei führenden Protagonisten der IBD in Nordrhein-Westfalen durch ein Interview die Möglichkeit, ihre Projekte zu bewerben und einen Spendenaufruf zu verbreiten. Die Online- und Print-Publikation Arcadi mit neurechter Ausrichtung wendet sich nach Eigendarstellung als Bildungsprojekt an Schüler und Studenten und ist ein Projekt des Vereins Publicatio e.V.. Chefredakteur von Arcadi ist der Vorsitzende von Publicatio e.V., gleichzeitig Sprecher des Kreisverbandes der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Leverkusen.“

(Verfassungsschutzbericht NRW 2019)

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[1] Im Impressum der ersten Printausgabe findet sich die aufschlussreiche Bemerkung „mit freundlicher Unterstützung von EinProzent.de“. Der extrem rechte Verein Ein Prozent für unser Land hat das Arcadi-Magazin also von Beginn an gesponsert und unterstützt den Trägerverein des Magazins, den  Publicatio e.V. auch weiterhin.

[2] Vgl.: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2018/08/16/afd-funktionare-finanzieren-identitare-bewegung- in-nrw/

[3] Zu Inhalten, finanzieller Unterstützung und dem Aufbau des Arcadi-MagazinS hat das antifaschistische Magazin der rechte rand eine gute Zusammenfassung veröffentlicht: https://www.der-rechte-rand.de/archive/3849/magazin-arcadi/

[4] Noé und Schmitz kennen sich bereits seit der 5. Klasse, als sie gemeinsam in die 5c des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eingeschult wurden.

[5]Vgl.: http://lotta-magazin.de/ausgabe/78/versorgung-im-parlament

[6]Vgl.: https://www.addn.me/nazis/neurechtes-wanderseminar-in-der-saechsischen-schweiz-geplant/

[7]Die dort genannte Adresse gehört zu einem Fuldaer Autorenservice, der zur Anonymisierung eingesetzt wurde.

https://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/user_data/preis/02_Preisjahrgaenge/2018/Preistraeger/Newcomer_AfD_IB_Verbindungen.pdf

https://www.bento.de/politik/arcadi-magazin-zeitschrift-fuer-neurechten-lifestyle-a-00000000-0003-0001-0000-000001983493